„Keschde“ sind Esskastanien, andernorts meist Maronen genannt. Sie prägen besonders den Übergang vom Pfälzerwald zur Deutschen Weinstraße. Sobald der Sommer in den Herbst kippt, beginnt die Keschdezeit: Dann stehen geröstete Kastanien, Keschdekuchen und andere saisonale Gerichte auf vielen Speisekarten.
Nicht jede Kastanie ist eine Keschde
Gemeint ist die Esskastanie. Die gewöhnliche Rosskastanie aus Parks sieht ihr ähnlich, ist aber keine Alternative für die Küche. Wer selbst sammelt, sollte die Arten sicher unterscheiden können und Rücksicht auf Wege, Grundstücke sowie Schutzgebiete nehmen.
Keschdezeit erleben
Der Keschde-Erlebnisweg bei Annweiler verbindet eine kurze Wanderung mit Informationen über die Esskastanie. Für eine längere Tour gibt es den Keschdeweg, der in mehreren Etappen durch die Kastanienlandschaft der Südpfalz führt.
Im Gespräch: „Im Herbst gibt’s frische Keschde.“ Damit sind meist geröstete Esskastanien gemeint — eine gute Ergänzung zu neuem Wein, aber auch zu einer alkoholfreien Pause.